Wie nimmt man den Islam an und wird Muslim?

Wenn du dich mit dem Islam beschäftigst und darüber nachdenkst, ihn anzunehmen – bzw. zum Islam zu konvertieren – dann ist es wichtig zu wissen, dass du diesen Schritt nicht allein gehen musst.

Wir unterstützen dich gerne, den Weg zum Islam klar und korrekt zu erklären. Wir helfen dir dabei, offene Fragen zu klären, Missverständnisse zu beseitigen und dich sicher durch diesen wichtigen Schritt zu begleiten.

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Wenn du bereit bist, den Islam anzunehmen, kannst du dies ebenfalls tun, begleitet und mit klarer Anleitung, sodass du diesen Schritt mit Gewissheit und Ruhe gehst.

Zögere nicht, wenn du die Wahrheit erkannt hast. Jeder Moment ist wertvoll. Und der wichtigste Schritt im Leben eines Menschen ist der, sich seinem Schöpfer zuzuwenden und Ihn allein anzubeten.

Auch ohne Begleitung oder Zeugen kannst du den Islam annehmen; dies erfolgt durch das aufrichtige Aussprechen des Glaubensbekenntnis (Schahada) mit Überzeugung im Herzen.


Das Glaubensbekenntnis (Schahada) lautet:

Arabisch:
Asch-hadu an laa ilaaha ill-Allah, wa asch-hadu an-na Muhammadan rasuul Allah

Bedeutung:
Ich bezeuge, dass niemand das Recht hat, angebetet zu werden außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.

Diese Worte sind leicht auszusprechen, doch ihre Bedeutung ist gewaltig. Mit ihnen tritt der Mensch in den Islam ein und verpflichtet sich zum reinen islamischen Monotheismus (Tauhid).


Die gewaltige Bedeutung der Schahada

Allah selbst hat diese Wahrheit im Quran bezeugt:
„Allah bezeugt, dass es keinen gibt, der das Recht auf Anbetung hat außer Ihm …“ (Surah Aal Imran 3:18)

Und der Gesandte Allahs (Friede und Segen seien auf ihm) sagte:
„Wer ‚Laa ilaaha ill-Allah‘ (Es gibt keinen anbetungswürdigen Gott außer Allah) aufrichtig aus seinem Herzen spricht, wird das Paradies betreten.“ (Überliefert in Al-Bukhari)

Dies zeigt die immense Bedeutung dieser Aussage. Sie ist die Grundlage aller Taten.


Die Gewichtung der Schahada

In einer authentischen Überlieferung wird berichtet, dass ein Mensch mit gewaltigen Mengen an schlechten Taten kommen wird. Doch eine einzige aufrichtige Schahada wird schwerer wiegen als all diese Sünden.

„Laa ilaaha ill-Allah ist schwerer als alles andere.“ (Überliefert in At-Tirmidhi 2641)


Die Bedeutung von „Laa ilaaha ill-Allah“

Diese Aussage besteht aus zwei grundlegenden Prinzipien:

1. Verneinung (nafie):
Alles, was neben Allah angebetet wird, wird zurückgewiesen. Kein Geschöpf, kein Gegenstand und kein falscher Gott besitzt ein Recht auf Anbetung.

2. Bestätigung (ithbat):
Die Anbetung gehört ausschließlich Allah allein. Er ist der wahre Gott, der Schöpfer und Erhalter.

Allah sagt im Quran (sinngemäß):
„Dies, weil Allah die Wahrheit ist und das, was sie anstatt Seiner anrufen, falsch ist.“ (Surah al-Hajj 22:62)

Alle Propheten haben genau zum Monotheismus (Tauhid) aufgerufen:
„Wir haben keinen Gesandten vor dir gesandt, außer dass Wir ihm offenbarten: Es gibt keinen, der angebetet werden darf außer Mir, so dient Mir.“ (Surah al-Anbiyaa 21:25)

 

Antworten zu häufigen Fragen:

 Wer kann den Islam annehmen und Muslim werden?

Der Eintritt in den Islam steht jedem Menschen offen, ohne Ausnahme. Denn der Islam ist die letzte Offenbarung Allahs an die gesamte Menschheit und richtet sich nicht an eine bestimmte Nation oder Volk, sondern an alle Menschen.

Der Islam umfasst die ganze Menschheit

Der Islam ist keine Religion, die an Herkunft, Hautfarbe oder Sprache gebunden ist. Vielmehr vereint er die Menschen unter einem einzigen Ziel: der aufrichtigen Anbetung Allahs allein. Unterschiedliche Kulturen und Hintergründe stellen dabei kein Hindernis dar, sondern werden im Islam unter der Einheit des Monotheismus (Tauhid) zusammengeführt.

Allah sagt im Quran (sinngemäß):

„Die Gläubigen sind wahrlich Brüder.“ (Surah al-Hujuraat 49:10)

Diese Geschwisterschaft basiert nicht auf Abstammung oder weltlichen Interessen, sondern auf dem reinen Glauben an Allah und der Befolgung Seines Gesandten (Friede und Segen seien auf ihm), so wie es die ersten Generationen der Muslime verstanden und praktiziert haben.


Vom Islam überzeugt, jedoch zögerlich bei der Annahme?

Wenn jemand erkennt, dass der Islam die Wahrheit ist, dann sollte er dies nicht hinauszögern. Das Leben ist begrenzt, und niemand weiß, wann es endet. Das Aufschieben der Annahme der Wahrheit stellt daher ein Risiko dar.


Stellen frühere Sünden einen Hindernis dar?

Ganz gleich, was ein Mensch in seinem früheren Leben getan hat, dies steht seiner Annahme des Islam nicht im Weg. Mit dem Eintritt in den Islam werden alle vorherigen Sünden ausgelöscht.

Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sagte:
„Der Islam löscht das aus (an schlechten Taten und Sünden), was zuvor war.“ (Überliefert in Muslim Nr. 121)

Dies bedeutet, dass der Mensch mit einem reinen Zustand neu beginnt.


Verhindern bestehende Fehler und Mängel den Beitritt zum Islam?

Auch wenn bestimmte Handlungen im Islam verboten sind, verhindern sie nicht den Eintritt in den Islam. Wer den Islam annimmt, dem werden seine vergangenen Sünden vergeben. Danach bemüht er sich, sein Leben nach den Geboten Allahs auszurichten.


Müssen alle Gebote ab Tag eins nach Annahme des Islam eingehalten werden?

Der Prophet (Friede und Segen seinen auf ihm) hat die Menschen nicht mit allen Regeln auf einmal konfrontiert. Er begann mit Tauhid (islamischen Monotheismus), dann Salah (Gebet), dann Zakah (Sozialabgabe an Arme und Bedürftige) usw. Dies sei aus Weisheit, um Menschen nicht zu überfordern.

Und Allah sagt dazu im Quran (sinngemäß):
"Fürchtet Allah, soweit ihr könnt" (Surah At-Taghabun 64:16)

Die Gelehrten erklärten hierzu, dass ein neuer Muslim zunächst mit den Grundlagen des Islam beginnt und sich dann entsprechend seiner Fähigkeit und Standhaftigkeit die weiteren Regelungen und Pflichten des Islam schrittweise aneignet und in die Tat umsetzt.


Können auch Minderjährige den Islam annehmen?

Auch ein Kind kann den Islam annehmen, selbst wenn die Eltern nicht einverstanden sind. Der Glaube ist eine Angelegenheit zwischen jedem einzelnen Menschen und seinem Schöpfer. Wenn es notwendig ist, darf der Glaube vorerst verborgen werden, bis Sicherheit besteht.


Braucht man die Erlaubnis einer Institution, um Muslim zu werden?

Der Eintritt in den Islam hängt nicht von Menschen ab. Es gibt keine Institution, keine Person und keine Autorität, die darüber entscheidet, wer Muslim werden darf. Wenn ein Mensch die Wahrheit erkennt, dann ist er selbst dazu verpflichtet, sie anzunehmen.


Braucht man ein Zertifikat, das bestätigt, dass man den Islam angenommen hat?

Es ist keine Voraussetzung, einen Kurs zu absolvieren oder ein Zertifikat zu erhalten. Der Islam ist klar und einfach. Wer überzeugt ist, dass nur Allah das Recht auf Anbetung besitzt und dass Muhammad (Friede und Segen seien auf ihm) Sein Gesandter ist, der kann sofort Muslim werden.


Muss man den Islam in einer Moschee oder Gemeinschaft annehmen?

Es ist keine Bedingung, sich in einer Moschee oder unter Muslimen zu befinden, oder dies in einer Zeremonie zu tun. Der Eintritt in den Islam ist einfach und direkt. Wer das Glaubensbekenntnis (Schahada) aufrichtig spricht, ist Muslim, auch wenn er allein ist.


Wieso redet man von einer Reversion zum Islam, bzw. Konvertierung?

Bei einer „Konvertierung“ spricht man von einem Wechsel von einer Religion zu einer anderen. Eine „Reversion“ hingegen beschreibt die Rückkehr zu einem ursprünglichen Zustand.

Daher ist es zutreffender, von einer Reversion zum Islam zu sprechen, wenn jemand den Islam annimmt. Denn der Mensch wird bereits mit einer natürlichen Veranlagung zum Islam erschaffen, der „Fitrah“. Im Laufe seines Lebens übernimmt er jedoch die Religion seines Umfelds, insbesondere die seiner Eltern. Der Prophet Muhammad (Friede und Segen seien auf ihm) sagte:

{„Jedes Neugeborene wird auf der Fitrah geboren. Dann machen seine Eltern es zu einem Juden, Christen oder Götzendiener“} (überliefert in Sahih al-Bukhari und Sahih Muslim)

Diese Fitrah beinhaltet den ursprünglichen Glauben an den einen Gott, dem islamischen Monotheismus (Tauhid). Wenn ein Mensch später den Islam annimmt, wird dies daher als Rückkehr zu diesem ursprünglichen Zustand verstanden.

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