Sein Name und seine Abstammung:
Scheich Abdullah ibn Abdul-Rahman ibn Abdul-Razzaq Al-Ghudayyan Al-Tamimi
Er stammte von Al-Muhaddith aus Banu Al-‘Anbar aus Banu ‘Amr ibn Tamim ab. Seine Abstammung geht auf ‘Amud Tabkhah ibn Ilias ibn Madar aus der Familie von Adnan zurück. Die Abstammung mütterlicherseits geht auf Al-Rashid aus ‘Utaybah zurück, der von Hawazen abstammt.
Seine Geburt:
Er wurde im Jahr 1345 n.H. (1926 n.Chr.) in der Stadt Az-Zulfi (in der Provinz Riad, Saudi Arabien) geboren.
Seine Ausbildung:
In jungen Jahren erlernte er die Grundlagen des Lesens und Schreibens bei ‘Abdullah ibn ‘Abdul-‘Aziz As-Suhaymi, ‘Abdullah ibn ‘Abdur-Rahman Al-Ghayth und Falih Ar-Rumi.
Die Grundlagen des Fiqh (islamische Rechtswissenschaft), des Tawhid (Einzigkeit Allahs), der Grammatik sowie der Erbteilung studierte er bei Hamdan ibn Ahmad Al-Batil.
Im Jahr 1363 n.H. (1943 n.Chr.) reiste er nach Riad. Im Jahr 1366 n.H. (1946 n.Chr.) schrieb er sich an der Al-Madrasah As-Sa‘udiyyah Al-Ibtida’iyyah (ehemals Madrasatul-Aytam) ein und schloss diese 1368 n.H. (1948 n.Chr.) ab.
Schließlich studierte an der Fakultät für Schari‘ah in Riad. Zum Zeitpunkt seines Studiums gehörte diese Fakultät noch nicht formell zur heutigen Imam Muhammad ibn Saud Islamic University, sondern war eine eigenständige Schari‘ah-Fakultät. Später wurde sie in die genannte Universität eingegliedert. Er schloss die Fakultät für Schari‘ah im Jahr 1376 n.H. (1956 n.Chr.) ab. Sein Abschluss: Bachelor in Schari‘ah.
Seine Tätigkeit:
Er wurde als Lehrer an der Al-Madrasah Al-‘Aziziyyah eingesetzt. Im Jahr 1371 n.H. (1951 n.Chr.) schrieb er sich am Bildungsinstitut ein. In dieser Zeit studierte er bei Schaikh Muhammad ibn Ibrahim Al Al-Schaikh.
Fiqh studierte er bei Schaikh Sa‘ud ibn Rashud (Richter von Riad), Tawhid bei Schaikh Ibrahim ibn Sulayman sowie arabische Grammatik und Erbteilung bei Schaikh ‘Abdul-Latif ibn Ibrahim.
Er setzte sein Studium fort, bis er 1376 n.H. (1956 n.Chr.) die Fakultät für Schari‘ah abschloss. Anschließend wurde er zum Leiter des Gerichts von Al-Khubar ernannt. 1378 n.H. (1958 n.Chr.) wechselte er in den Lehrdienst am Bildungsinstitut.
Im Jahr 1380 n.H. (1960 n.Chr.) wurde er Dozent an der Fakultät für Schari‘ah, und 1386 n.H. (1966 n.Chr.) wurde er zur Erteilung von Fatwas bei Dar Al-Ifta’ versetzt.
Im Jahr 1391 n.H. (1971 n.Chr.) wurde er Mitglied des Ständigen Ausschusses für wissenschaftliche Forschung und Ifta sowie Mitglied des Rates der Großen Gelehrten.
Seine Position:
Mitglied des Ständigen Komitees für wissenschaftliche Forschung und Ifta' und Mitglied des Rates der Groß-Gelehrten.
Seine Scheichs:
Er erhielt Wissen von einer Reihe von Gelehrten aus verschiedenen Bereichen, darunter (neben den bereits erwähnten) die folgenden bekannten Persönlichkeiten:
Sein Einfluss:
Im Jahr 1381 n.H. (1961 n.Chr.) wurde er zu denjenigen ausgewählt, die während der Hadsch-Saison die Menschen belehren und Fatwas erteilen sollten.
Zusätzlich zu seinen genannten Tätigkeiten war er seit 1389 n.H. (1969 n.Chr.) bis zuletzt Lehrer für Fiqh, Usul al-Fiqh, Al-Qawa‘id Al-Fiqhiyyah, Hadith, Mustalah al-Hadith, Tafsir und dessen Wissenschaften sowie ‘Aqidah.
Er unterrichtete regelmäßig an den meisten Wochentagen – entsprechend seinem umfangreichen Aufgabenplan – nach dem Maghrib- und nach dem ‘Ischa-Gebet. Mitunter hielt er auch Unterricht nach dem Fadschr- und nach dem ‘Asr-Gebet.
Neben seiner Tätigkeit im Ständigen Ausschuss begann er 1395 n.H. (1975 n.Chr.) Studierende im höheren Studium an der Imam-Muhammad-Universität sowie an der Fakultät für Schari‘ah in Fiqh, Usul al-Fiqh und den fiqhrechtlichen Grundregeln zu unterrichten. Zudem betreute er mehrere wissenschaftliche Arbeiten. In dieser Zeit studierten zahlreiche Studenten bei ihm.
Als Schaikh ‘Abdullah ibn Humayd im Jahr 1402 n.H. (1981 n.Chr.) verstarb, übernahm Schaikh ‘Abdullah ibn Ghudayyan die Aufgabe der Fatwa-Erteilung im Radioprogramm „Nur ‘ala Ad-Darb“.
Sein Tod:
Schaikh ‘Abdullah ibn ‘Abdur-Rahman Al-Ghudayyan verstarb am Dienstag, dem 18. Dschumada al-Akhirah 1431 n.H., entsprechend dem 1. Juni 2010 n.Chr.